Europa mit Kinderspielen kennen lernen

iDSB nimmt am Comenius-Programm der EU teil

 

Dieses Projekt wird mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben
"Kinder lernen spielend" ist eine Binsenweisheit. Welche Spiele jedoch Kinder in verschiedenen Ländern der EU gerne machen und was sie dabei lernen, ist ein interessanter Forschungsgegenstand, dem sich die Grundschule an der internationalen Deutschen Schule Brüssel (iDSB) widmet - zusammen mit ihren vier Partnerschulen in Italien, Slowenien, Litauen und der Slowakei. Die fünf Bildungseinrichtungen hatten sich 2006 über ein Internet-Forum kennen gelernt und für ein gemeinsames Projekt zum Thema "Spiele ohne Grenzen" zusammengetan. Dieses wird im Rahmen des Comenius-Programms zum "lebenslangen Lernen" von der EU-Kommission finanziert. Nachdem der Projektantrag der iDSB von der Kulturministerkonferenz in Bonn, die "Comenius" für deutsche Schulen koordiniert, akzeptiert worden war, fiel Anfang November der Startschuss für die konkrete Projektarbeit.
Am ersten "Comenius-Tag" stand an der iDSB das "Beschnuppern" der europäischen Partner auf dem Programm. Erst- und Zweitklässler hatten ihre Lieblingsspiele von Zuhause mitgebracht und konnten diese vormittags nach Herzenslust ausprobieren, indem sie in Kleingruppen von Spielstation zu Spielstation gingen. Die Größeren hatten altersgemäß eine etwas anspruchsvollere Aufgabe: Mit Hilfe von Reiseführern und Materialien aus dem Internet erstellten sie Plakate zu den vier Partnerschulen und deren Heimatländern. Diese wurden mittags im "Amphitheater" der Grundschule vor den versammelten Klassen präsentiert. Da dabei sehr informative und schön gestaltete Poster entstanden waren, die nun mit Rahmen versehen das Grundschulgebäude zieren, wurden die Dritt- und Viertklässler von Grundschulleiter Steffen Nagel für ihre Arbeit besonders gelobt.
Nach diesem gelungenen Auftakt sieht Lehrerin Katharina Zoglmeier, die für die iDSB das Comenius-Projekt koordiniert, der weiteren Arbeit mit den Partnern gelassener entgegen: "Am Anfang weiß man nie so recht, wie es läuft. Aber unsere Schüler sind so neugierig und haben großes Interesse an den anderen Schulen gezeigt. Wir werden sicher viel über Kinderspiele in anderen europäischen Ländern lernen." Beim nächsten Treffen, das in Litauen stattfindet, so die Pädagogin, werde ein gemeinsamer Fragebogen erarbeitet, der die Basis für eine Bestandsaufnahme aller beliebten Kinderspiele schaffen werde. Da sich alle Großen und Kleinen der fünf Partnerschulen miteinander auf Englisch verständigen, wird nebenbei diese Sprache "spielend gelernt".
Text: Steffen Straube-Kögler
Fotos: Heinz Zimmer

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