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Ziel des Projekts war und ist es, Schülerinnen und Schülern
Bildungschancen zu bieten durch Förderung in Kooperation mit
Ausbildungsbetrieben.
Den Rahmen bietet das Leitbild der Internationalen Deutschen Schule
Brüssel, wonach die iDSB ihre Schülerinnen und Schüler optimal fördern
und auf dem Weg zum Erfolg begleiten.
Den Anstoß zu dem Projekt gab die Erkenntnis, dass unterschiedlich
begabte und interessierte Schüler differenzierte schulische Angebote
brauchen. Die iDSB bietet deshalb verschiedene Schullaufbahnen an, die
zu unterschiedlichen Schulabschlüssen führen: Das Gymnasium führt zum
Deutschen (Internationalen) Abitur, die Realschule zum
Realschulabschluss (inzwischen Abschluss der Sekundarstufe 1).
In der iDSB werden die Schüler der Realschule in der Regel in den
Gymnasialklassen mitgeführt und binnendifferenziert unterrichtet, bevor
sie in der Abschlussklasse gezielt auf ihre Prüfungen vorbereitet
werden. Damit sie nach bestandener Prüfung nicht die Schule verlassen
müssen, hat die iDSB im Jahre 2002 den Schulzweig der Fachoberschule
für Wirtschaft, Verwaltung und Rechtspflege eröffnet, orientiert an den
Regelungen des Freistaats Bayern.
Zahlreichen Schülern der Realschule, die bereits das Hauptfach
Wirtschaft & Recht hatten, aber auch vereinzelt des Gymnasiums oder der
Brüsseler Europäischen Schulen kommt das berufsorientierte Angebot der
Fachoberschule besonders entgegen. Die Fachoberschule für Wirtschaft,
Verwaltung und Rechtspflege der iDSB bereitet Schüler mit mittlerem
Schulabschluss auf den Besuch deutscher und europäischer Fachhochschulen
und Hochschulen oder auf eine Berufsausbildung im dualen
Ausbildungssystem vor. Nach zweijähriger Ausbildung in kleinen Klassen
schließt sie mit der Prüfung der Allgemeinen Fachhochschulreife ab -
eine moderne Alternative zum klassischen Gymnasium und eine vorzügliche
Vorbereitung auf die Arbeitswelt.
In computerunterstützten, projektorientierten Unterrichtsblöcken
werden die Erfahrungen aus 20 Wochen fachpraktischer Ausbildung
(gelenktes Praktikum) an attraktiven Lernorten im In- und Ausland
theoriegestützt aufgearbeitet. E-Learning-Elemente und Lernplattformen
und unterstützen die Schüler während der Abwesenheit vom Schulort und
während der Unterrichtszeit.
Dabei verfolgt das Projekt folgende Ziele: Gezielte Unterstützung der
Persönlichkeitsentwicklung, verstärkte Förderung von Fähigkeiten,
Interessen, Einstellungen und Arbeitsmethoden besonders im Bereich
Wirtschaft und Verwaltung, Sammeln von Erfahrungen in der Berufs- und
Arbeitswelt, effiziente und motivierende Unterrichtsarbeit entsprechend
der persönlichen Leistungsbereitschaft und den besonderen Stärken,
Kontaktaufbau und -pflege zu potenziellen Arbeits- und
Ausbildungsplätzen und Vorbereitung auf ein Studium und auf
wissenschaftliches Arbeiten.
Neben den allgemein bildenden Fächern wird besonderer Wert auf den
Unterricht in Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen,
Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Rechtslehre sowie
Business-Englisch gelegt. Die Inhalte in diesen Fächern werden mit den
Erfahrungen aus dem Praktikum verzahnt und sind damit sehr
anwendungsorientiert.
Die Schule unterstützt das Lernen durch eine moderne Ausstattung: In
jedem Unterrichtsraum wird mit digitalen Tafeln (SmartBoards)
gearbeitet, und die Schule stellt jedem Schüler einen mit entsprechender
Software vorbereiteten Laptop zur Verfügung, mit dessen Hilfe auch die
Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern während des Fachpraktikums
erfolgt.
Die Schüler der zweijährigen Fachoberschule bilden zusammen mit ihren
Mitschülern der gymnasialen Oberstufe die Oberstufe der iDSB. Sie sind
auf der gleichen Etage untergebracht, haben teilweise die gleichen
Lehrkräfte und nehmen gemeinsam an schulischen Projekten und Fahrten
teil. In einer gemeinsamen Feier erhalten sie ihre Abschlusszeugnisse.
Die fachpraktische Ausbildung ist eine besonders gute Möglichkeit,
den unterschiedlichen Begabungen und Interessen, der Fachoberschüler
gerecht zu werden. In enger Kooperation mit deutschen
Ausbildungsunternehmen und Institutionen, sei es in Brüssel oder an
einem Standort in Deutschland, sammeln die Schüler vor Ort Erfahrungen,
die bereits mit der Suche nach und der Auswahl von geeigneten Aus
bildungsunternehmen beginnen.
Dabei ist es der Schule ein besonders Anliegen, insbesondere Schüler
mit eher ungewöhnlichen schulischen Laufbahnen oder eher individuell
geprägten Persönlichkeiten intensiv zu betreuen und zu fördern. Dies
erfordert auch seitens des Ausbildungsunternehmens eine hohe
Bereitschaft, sich auf den Jugendlichen einzustellen. So gibt es
beispielsweise besondere Projekte während der Ausbildung in Abstimmung
mit der ausbildenden Schule.
Andererseits berät die Schule die Jugendlichen sorgfältig bei der
Wahl des Ausbildungsunternehmens, bereitet ihn darauf vor und
begleitet ihn während der Tätigkeit dort, was einen Besuch des
schulischen Leiters der fachpraktischen Ausbildung vor Ort einschließt.
In Einzelfällen erlaubt dies auch die schnelle und zielgerichtete
Intervention.
Wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Vermittlung der
Erfahrungen der Jugendlichen an ihre Mitschüler des folgenden
Jahrgangs, denen sie z.B. zu den Ausbildungsinhalten aus den
Berufsbildern Verwaltungsfachangestellte, Bürokauffrau für Kommunikation
oder Industriekaufmann erfahrungsgestützte Informationen geben.
Schließlich ist die intensive Zusammenarbeit mit den Eltern der
Schüler eine bedeutsame Voraussetzung des Erfolgs. Dies gilt
insbesondere bei Schülern die als Quereinsteiger zur Fachoberschule
der iDSB stoßen.
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