Abitur: Spitzenleistungen an der iDSB

Abitur und Fachabitur 2010

Von Christine Kopp und Tanya Wittal

Die Internationale Deutsche Schule Brüssel hat mit einer feierlichen Zeremonie in der Aula ihre diesjährigen Abiturientinnen und Abiturenten verabschiedet. Schulleiter Dr. Walter Karbach konnte berichten, dass elf von 33 Prüflingen im Durchschnitt eine 1 vor dem Komma haben. Die aus Berlin angereiste Prüfungsbeauftragte meinte: „Diese Schule spielt in der Champions League“.


Erfolgreiche Abiturienten
Die Reifeprüfungen fanden unter dem Vorsitz der Prüfungsbeauftragten der deutschen Kultusministerkonferenz, Ilse Göttel-Dauber aus Berlin, statt. Diese lobte die Prüflinge und ihre Lehrerinnen und Lehrer für die hervorragenden Leistungen. Und die Ergebnisse können sich wahrlich sehen lassen. Mit dem Schnitt von 2,2 im Gymnasium braucht die iDSB den Vergleich nicht zu scheuen! Aenne Brielmann hat sogar die Traumnote 1,0 erreicht. Die Schule wird sie deshalb der Studienstiftung des Deutschen Volkes als Stipendiatin vorschlagen. In seiner Ansprache betonte Dr. Karbach, dass alle Schüler, die bereits seit ihrer Grundschulzeit an der iDSB seien, hervorragend abgeschnitten hätten. Er wies auf eine der konzeptionellen Stärken der iDSB hin, das interkulturelle Lernen. Dies trage Früchte, so habe eine Ungarin die beste Klausur in Englisch geschrieben, ein Spanier die in Französisch. Nach einem interessanten Gedankenspiel zur Zukunft der jungen Leute in zwanzig Jahren angesichts der demografischen Entwicklung betonte Schulleiter Walter Karbach, seine Abiturienten seien angesichts der globalen Herausforderungen gut beraten, ihre gesamte Kraft, Energie und Intelligenz für die Gestaltung der Zukunft einzusetzen.

Motto: ABIson Crusoe – 12 Jahre warten auf FREItag
Festredner Dr. Markus Bultmann griff in seiner humorvollen, kenntnisreichen und mit literarischen Zitaten gespickten Rede das Motiv von Robinson Crusoe auf, den er als modernen homo oeconomicus identifizierte.
Der Präsident des Schulvereins, Dr. Jörg-Thomas Dierks, interpretierte in seiner Ansprache das Motto unter dem Gesichtspunkt der „Freiheit“. Die Freiheit, nach dem Abitur endlich selbst entscheiden zu können, was man im Leben mache, sei überwältigend. Jedoch stoße diese Freiheit auch an ihre Grenzen, denn nach Richard von Weizsäcker sei die Freiheit kein Geschenk, von dem man billig leben könne, sondern Chance und Verantwortung. Er zitierte Cornelia Pieper, derzeit Staatsministerin im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland: „Die Welt verändert sich rasant und damit die Herausforderungen, für die wir gerüstet sein müssen. Heute und noch mehr in der Zukunft hängen Innovationen, Wachstum und der daraus resultierende Wohlstand einer Gesellschaft maßgeblich von der Qualität der aus Bildungsprozessen resultierenden Kompetenzen und Qualifikationen ihrer Bürger ab.“ Man müsse - so Dr. Dierks - mit Blick auf Asien konstatieren, dass in der Zukunft nur noch der im internationalen Konkurrenzkampf bestehen werde, der nicht nur gut, sondern herausragend ausgebildet sei. Genau diese herausragende Ausbildung biete die iDSB, die mit dem Gütesiegel „Exzellente Deutsche Auslandschule“ ausgezeichnet sei. Er habe deshalb keinen Zweifel daran, dass unsere Abgänger genau das mitbrächten, was in der Welt von morgen gebraucht werde.

Eloquente Schüler
Die Abiturienten Leon Zwiffelhoffer, Aenne Brielmann und Bastian Dick ließen die Jahre an der iDSB eloquent Revue passieren. Leon Zwiffelhoffer betonte, dass ihm vor allem die Leistungen der Lehrer, die sich mit den Schülern auseinandergesetzt, mit ihnen diskutiert und sportliche und kulturelle Events mit ihnen organisiert hätten, im Gedächtnis blieben, wofür er sich bedanke.

Ehre wem Ehre gebührt
Schulleiter Walter Karbach hatte die Ehre, die Preise des Verwaltungsrats für Bestleistungen an Alexander Arroyo (Französisch), Dorothea Bechtold (Geschichte), Gerrit Breitung (BWL), Aenne Brielmann (Mathematik), Benjamin Schmitt (Physik), Sara Röth (Englisch), Leon Zwiffelhoffer (Deutsch) und Antje Willms (Rechtslehre) zu überreichen. Für ihr soziales Engagement wurden Benjamin Schmitt und Alexander Schumbera (12a), Aenne Brielmann und Cornelia Goldbach (12b) wie auch Antje Willms (12 FOS) geehrt.

Gelungenes musikalisches Rahmenprogramm
Für den stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgten das iDSB-Kammerorchester mit seiner gelungenen Version des „Minor Swing“ von Django Reinhardt sowie Susanne Fisch und Cornelius Geißendörfer mit ihrer Interpretation von A. Jensens „Abendmusik“. Schon zum dritten Mal wurde der Musikpreis des Deutschen Botschafters verliehen. Der Kulturreferent der deutschen Botschaft, Adonia Moscovici, betonte in diesem Zusammenhang die große Wertschätzung, die man Lehrern und Schülern der iDSB entgegenbringe. In diesem Jahr durften sich Elisa Angelillis, Koray Birenheide, Yo Han Choi, Cornelius Geißendörfer und Leon Zwiffelhoffer über den begehrten Preis freuen.

Alles Walzer!
Die Abiturfeier klang nach dem Singen der Nationalhymne bei einem Empfang im Foyer stimmungsvoll aus. Viel Zeit blieb den Abiturienten und ihren Eltern aber nicht zum Sektschlürfen, denn schon wenige Stunden später wurde beim Abschlussball bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt.