SPUREN

Naturkunstprojekt der Klasse 5 b

von Tanya Wittal-Düerkop

„I find some of my new works disturbing, just as I find nature as a whole disturbing. The landscape is often perceived as pastoral, pretty, beautiful – something to be enjoyed as a backdrop to your weekend before going back to the nitty-gritty of urban life. But anybody who works the land knows it's not like that. Nature can be harsh – difficult and brutal, as well as beautiful. You couldn't walk five minutes from here without coming across something that is dead or decaying.“
Andy Goldsworthy, 2007

Lange vor der Erfindung der LAND-ART (Naturkunst) haben Menschen bereits Spuren in der Natur gelegt. Eine literarische Persönlichkeit, die wir alle kennen, hat Steinspuren gelegt, um wieder zurück zu seiner Familie zu finden: Hänsel! Die Künstler Richard Long und Andy Goldsworthy kreieren ihre künstlerischen Wegspuren auch oft mit Steinen. 20 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 5 haben sich ebenfalls auf steinige Spurensuche begeben. Sie haben Land-Art und Naturkunst erforscht und ihre künstlerischen Spuren auf dem Schulgelände gelegt. Aus dem Kunstprojekt wurde für die Kinder eine abenteuerliche Reise, bei der sie ganz neue Gestaltungsweisen und Materialien für sich entdeckt haben. Ebenso wie Andy Goldsworthy‘s Kunstwerke sind auch die Kunstwerke der Schülerinnen und Schüler vergänglich, das heißt: sie bleiben nicht lange so, wie die Kinder sie gestaltet haben. Der Wind trägt sie davon, Füße zertreten sie, Regen löscht sie aus. Deshalb war auch für die Kinder das Dokumentieren und Fotografieren ihres Arbeitsprozesses – genau wie für den Künstler Andy Goldsworthy - ein ganz wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit.
Wie Goldsworthy haben auch die Schülerinnen und Schüler ausschließlich mit Naturmaterialien gearbeitet, die die sie vorgefunden hatten, wie beispielsweise Steine, Blütenblätter oder Holz.