Die iDSB im Wiels

iDSB-Kunstevent auf Einladung der EU-Repräsentanz der Deutschen Bank anlässlich der Ausstellung „My dirty little heaven“ der Künstlerin Wangechi Mutu im Brüsseler WIELS

Von Tanya Wittal und Jens Schrader

Auf Einladung der EU-Repräsentanz der Deutschen Bank in Brüssel hatten der der Deutsche Schulverein, der Elternbeirat und das Kollegium der iDSB die Gelegenheit, an einem Kunstevent der besonderen Art im Brüsseler WIELS teilzunehmen.

Mit der Ausstellung „My dirty little heaven“ der Künstlerin Wangechi Mutu feierte die EU-Repräsentanz der Deutschen Bank ihr zwanzigjähriges Jubiläum. Zugleich präsentierte sie auf der europäischen Bühne das Werk ihrer prämierten „Deutsche Bank Artist of the Year“. Die 1972 in Kenia geborene und heute in New York lebende Künstlerin Wangeshi Mutu wurde auf Empfehlung des Global Art Advisory Councils der Deutschen Bank zur „Künstlerin des Jahres 2010“ gewählt. Sie repräsentiert wichtige Schwerpunkte des Kunstengagements der Deutschen Bank: Internationalität, Diversität und die Verbindung von künstlerischen Fragestellungen mit sozialen Themen.

Dr. Ansgar Tietmeyer, der EU-Beauftragte des Vorstandes der Deutsche Bank AG, würdigte in seiner Eröffnungsansprache das Werk der jungen Künstlerin und freute sich besonders, dass das Lehrerkollegium der Schule als Multiplikator für Kultur und Bildung gerne seiner Einladung gefolgt ist. Der Präsident des Deutschen Schulvereins, Dr. Jörg-Thomas Dierks, betonte in seiner Rede die besondere Verpflichtung der iDSB Musik, Kunst und Kreativität der jungen Menschen zu fördern.

Die nachfolgenden musikalischen und tänzerischen Darbietungen der iDSB-Schülerinnen und Schüler stellten dies aufs Beste unter Beweis. Zum Auftakt des Abends bot ein Gesangsoktett aus der Jahrgangsstufe 12 unter der Leitung von Musiklehrer Lotar Sommerlad zwei Lieder dar, davon eines aus der Heimat der Künstlerin. Die Tänzerinnen Katrin Schrader und Oriane Breul hatten zusammen mit ihrer Tanzlehrerin Emilie … eigens für die Ausstellung eine zeitgenössische Choreographie erarbeitet, die die Bildsprache der Künstlerin in Bewegungen umsetzte. Für ihre großartige Darbietung erhielten die Musikerinnen und die beiden Tänzerinnen viel Applaus.

Der Direktor des WIELS Contemporary Art Centre Brussels, Dirk Snauwaert, führte in die Konzeption wie die Thematik der Ausstellung ein und führte in Kleingruppen durch die Ausstellung. Wangeshi Mutu zeigt in ihren Bildern und Installationen Entfremdungen und Entwurzelungen. Im Mittelpunkt steht immer die Frau. Die gedankliche Aneignung von und das Nachdenken über Bilder gehen in Mutus Arbeit mit einer körperlichen Erfahrung einher: „Ich glaube, bei Künstlern sitzt das Gehirn in jeder Faser des Körpers, die man bei seiner kreativen Arbeit einsetzt“ , sagt die Künstlerin. Beim anschließenden „Walking Dinner“ diskutierte das Publikum angeregt über die Ausstellung und genoss das schöne Ambiente im WIELS.